Cultura chupística
„Cultura chupística pide …“: Eine Kategorie, reihum ein Begriff – wer hängt oder wiederholt, trinkt. Der Partyklassiker aus Spanien und Lateinamerika.
Wie funktioniert Cultura chupística?
Ihr sitzt im Kreis, jeder mit seinem Getränk. Wer anfängt, sagt die feste Formel „Cultura chupística pide …“ und hängt eine Kategorie an, zum Beispiel „Biermarken“ oder „Länder in Südamerika“. Er nennt gleich das erste Beispiel, dann ist der Nächste dran und muss innerhalb weniger Sekunden einen weiteren Begriff liefern. Wer hängen bleibt, sich wiederholt oder etwas Falsches sagt, trinkt – und darf dafür die nächste Kategorie ansagen.
Der Name ist ein Wortspiel: „Cultura“ steht für Allgemeinbildung, „chupística“ spielt auf „chupito“ an, das spanische Wort für einen Shot, und auf „chupar“, das in Teilen Lateinamerikas umgangssprachlich „trinken“ heißt. Besonders verbreitet ist das Spiel auf Partys in Chile, aber auch in Spanien gehört es zu den Klassikern beim Vorglühen.
Die Regeln im Überblick:
- Formel: Jede neue Kategorie wird mit „Cultura chupística pide …“ angesagt. Wer die Formel vergisst, trinkt.
- Zeitlimit: Legt vorher fest, wie lange man überlegen darf – üblich sind drei bis zehn Sekunden.
- Fehler: Wiederholungen, Begriffe, die nicht zur Kategorie passen, und Schweigen kosten einen Schluck.
- Schummeln: Wer etwas erfindet und auffliegt, trinkt doppelt.
- Neue Runde: Wer getrunken hat, sagt die nächste Kategorie an.
Varianten
- Mit Klatschen: Alle klatschen gemeinsam im Takt, die Antwort muss auf den Schlag kommen. So bleibt das Tempo hoch.
- Joker: Jeder bekommt einmal pro Abend einen Joker, mit dem er seinen Zug überspringen darf. Der Nächste muss dann zwei Begriffe nennen.
- Kategorien mit Ende: Grundfarben, Himmelsrichtungen oder Monate – irgendwann ist alles gesagt, und wer dann dran ist, trinkt.
- Kette: Jeder wiederholt alle bisher genannten Begriffe in der richtigen Reihenfolge und hängt einen neuen an.
Tipps
Am lustigsten wird es mit Kategorien, die zu eurer Gruppe passen: Lieder eures Lieblingsfestivals, Spitznamen aus der Schulzeit, Bars in eurer Stadt. Zu breite Themen wie „Tiere“ laufen ewig, zu enge enden nach drei Begriffen. In Chile gibt es das Spiel auch als Kartenspiel und App mit fertigen Kategorien – wer keine Ideen hat, findet dort Nachschub. Wer das japanische Yamanote-Spiel kennt, wird das Prinzip wiedererkennen.
Achtung: Statt eines Shots pro Fehler reicht ein kleiner Schluck. Auch für erwischte Schummler gilt: zwei Schlucke, nicht mehr.
Getränk und Menge legt ihr vor dem Spiel gemeinsam fest. Das Spiel funktioniert genauso alkoholfrei.
Häufige Fragen zu Cultura chupística
Wie viele Personen braucht man für Cultura chupística?
Cultura chupística spielt ihr mit 3–12 Personen.
Was braucht man für Cultura chupística?
Für Cultura chupística braucht ihr kein Material – nur Getränke nach Wahl.
Wie schwer sind die Regeln von Cultura chupística?
Schwierigkeit der Regeln: Leicht. Die Anleitung oben reicht, um sofort loszulegen.
Kann man Cultura chupística ohne Alkohol spielen?
Ja. Cultura chupística funktioniert genauso mit Wasser, Limo oder alkoholfreiem Bier. Getränk und Menge legt ihr vorher gemeinsam fest.